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Jung, spritzig und trendy

Newcomer waren vom ersten Tag an begeistert von der Resonanz

news-featured-image Jens Vente und Matthes Schauerte bringen Kettenfett in den Norden. (NGH_Newcomer_Kettenfett)

13.02.2018 // Husum | Grundsätzlich gilt: Die Trends von heute werden von jungen Leuten gemacht, mit ausgefallenen Ideen, dem Mut zu interessanten Kombinationen oder Erfindungen, die vor kurzem noch keiner für möglich gehalten hätte. Grund genug, jungen Start-up-Firmen die Möglichkeit zu geben, ihre Produkte einem breiteren Publikum vorzustellen, den Bekanntheitsgrad zu steigern und sich dem Markt zu stellen. Auf der Newcomer Area der Nord Gastro & Hotel (NGH) passiert genau dies – und mit großem Erfolg.

In die Kategorie der Newcomer gehört auch Steve Hergert. Er ist der Erfinder und Geschäftsführer der Firma Ice-Chiller Deutschland GmbH. Sein Glasfroster, der mit Kohlensäure funktioniert, könnte der Renner in der Bar- und Restaurantszenerie werden. Innerhalb von wenigen Sekunden kann jede Glasform oder der Cocktailshaker bei minus 40 Grad absolut keimfrei geeist werden und wird damit zum Hingucker für jedes Getränk. Was aus der sprichwörtlichen Schnapsidee entstand, wurde für ihn inzwischen zum Verkaufsschlager mit über 1800 verkauften Geräten.

Wer als Student zu denen gehört, die für Prüfungen auf den letzten Drücker lernen und dafür Nachschichten einlegen müssen, der kommt schon mal auf neue Ideen. So auch die Brüder Benjamin und Felix Böning aus Hamburg. Sie brauchten einen Muntermacher, der auf Kopf und Geist einwirkt, aber den Körper dennoch entspannt. Herausgekommen ist Matcha, ein Getränk, das grünen Tee inklusive des Blattfleisches beinhaltet. Aus der Idee 2015 entstand die eigene Firma Seicha. Heute produzieren sie Matcha-Getränke in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die nachhaltig pushen und den Kriterien eines Bio-Zertifikates entsprechen.

Bastian Muschke aus Hamburg nutzte schon die letzte NGH, um Caté vorzustellen. Für ihn war schnell klar, auch dieses Mal wieder mit dabei sein zu wollen. Sein natürlicher Wachmacher Caté, ein frisch gebrühter Tee aus Kaffeefrüchten, veredelt mit Bio-Zutaten, wird natürlich, fair und öko-effektiv hergestellt, wie Mitarbeiter

Marcel Leisner erläutert. Und das kommt anscheinend beim Gast an, denn im letzten Jahr konnte die Caté goods GmbH den Umsatz vervielfachen.
Magu ist ein Premium Fruit Soda mit natürlichem Koffein und 50 Fruchtgehalt, das von Gunnar Friedrichsen, Mitglied aus der ältesten Gastronomen-Familie Flensburgs, entwickelt wurde. In der roten Variante steckt ein uraltes Familienrezept für Rote Grütze, das nun eine trendige Renaissance erfährt.

Michel und Daniela Reckhard setzen auf bfresh spitiko. Letzteres ist griechisch und bedeutet „wie hausgemacht“ – und beides stimmt. Vasilios Roubis, begeisterter Sportler, war auf der Suche nach einem Erfrischungsgetränk, das ohne Konservierungsstoffe und Zucker auskommt. Seit acht Monaten gibt es diesen Extrakt, der mit Wasser aufgefüllt wird, in neun Geschmacksrichtungen. Gastronomen erhalten zudem die passenden, trendigen Gläser dazu. Die vegane Limonade Moloko ohne künstliche Aromen und Farbstoffe, die nach einer gleichnamigen Bar benannt wurde, gibt es hingegen schon seit 2012, den Eistee Hey Dude in vier Geschmacksvarianten jetzt seit einem Jahr, sagt Ramon Pingert. Beides soll nun von Baden-Württemberg aus den Norden erobern. „Wir sind sehr gespannt auf das Feedback der Messebesucher“, so Pingert.

Auch das Hamburger Gold ist neu, aber eigentlich ein ganz uraltes Familienrezept für einen Likör, der hauptsächlich aus Birnen und Pflaumen besteht. Da dieser sich größter Beliebtheit erfreute, entschlossen sich Markus Pagel und Sven Reents ihn einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen. „Er passt überall hin“, so Reents, „von der urigen Uralt-Kneipe bis zur gehobenen Hotel-Bar.“
Wer sich von Orangen- und Zitronengeschmack verabschieden möchte, kommt bei Wostok voll auf seine „Experimentier“-Kosten. Außergewöhnliche Mischungen wie Birne-Rosmarin, Aprikose-Mandel oder Pflaume-Kardamon oder würzig als Estragon-Ingwer oder Tannenwald-Geschmack gibt es wohl kaum ein zweites Mal. Wolfgang Speth von der Firma Baikal-Getränke dazu: „Wir sind schon jetzt sehr zufrieden mit dem Zuspruch. Wir konnten schon viele neue Kontakte schließen.“

Wohl dem, der in einer großen Firma in einem Innovationsteam arbeiten kann. Joshua Wlotzka, Helen Möhle und Lars-Ulf Müller beschäftigen sich bei Melitta ausschließlich um die Erfindung neuer Produkte. Sie setzen auf Koffein als Wachmacher. Da ist zum einen die Marke wkup, das mit seinem rein natürlichen Koffein genauso so stark wie ein doppelter Espresso wirkt, zum anderen soll ffeel Kaffee und Früchte zusammenbringen und wird zum vitalisierenden, veganen Lifestyle-Getränk ohne Zuckerzusatz.

Statt Kölner Karneval Husumer Frohsinn, zumindest haben Matthes Schauerte und Jens Vente nicht nur den rheinischen Humor sondern auch noch ihren Lakritzlikör Kettenfett mitgebracht. Woher der Name kommt, ist für Matthes klar: „Ist schwarz, dickflüssig, sieht so aus – aber schmeckt besser“, lacht er. „Wir wollen die nordische Welt fettiger machen.“
Grün und erfrischend mit Basilikum-Zitrone-Geschmack zeigt sich The Basil von der Soda Libre GmbH aus Hamburg. Eloy Gut und René Machon dazu: „Ob pur mit Zitrone und Basilikum, als Filler für Longdrinks mit Gin, Tequila oder Prosecco oder als Sprizz-Variante – das könnte das neue Sommergetränk sein.“ Zumindest zeigte sich ein Gastronom von der Ostseeküste sofort begeistert und orderte spontan den neuen Sommerhit, der erst im letzten Oktober zum Bar Convent in Berlin gelauncht wurde.
Die Newcomer Area steht aber nicht nur im Zeichen der Getränke. Sascha Barnke und Sascha Klimenkov zeigen, was sich alles aus Holz machen lässt. Die Viöler Firma Barne Beam (gebrannter Baum) hat nicht nur Möbel und Leuchtschilder in ihrem Portfolio, sondern sorgt mit individuellen Lasergravuren auf Holz für ein ganz besonderes, firmeneigenes Erscheinungsbild.

Innovative Ideen gibt es reichlich und mit der Newcomer Area auf der Nord Gastro & Hotel bekommen sie den Raum, der ihnen gebührt.


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